Schlau und dünn, dick und doof?

Arme Stadtkinder. Sie haben einen Nachteil bei der Intelligenz. Sie können nicht so leicht raus zum Sport.


Wie dass? Seit wann ist die Fitness des Herzkreislaufsystems ein Faktor für die geistige Leistung? Seit gestern. Die New York Times berichtet von neuen Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen Ausdauerfitness und Hirnschmalz bei Kindern nahelegen. Ähnlich wie die Vorstudien bei „Baby-Nagetieren“ (dreimal darf geraten werden ob es Hamster, Ratten oder Mäuse waren. Ein Tipp: auch Biologen machen gerne um 18:00 Feierabend. Hamster sind eher wie Teenager, die stehen da erst so langsam auf.) haben auch neun- und zehnjährige mehr auf dem Kasten, wenn sie auf dem Stepper mehr leisten.


Auch schwedische Armeerekruten sind umso schlauer, je fitter sie sind. Das allerdings dürfte sich mit sozioökonomischen Faktoren erklären. Wenig Geld=wenig Förderung=wenig Grips und außerdem meist…=viel schlechtes Essen=Übergewicht.


Nicht so in der Studie mit den Ratten, und in der mit den Kindern. Da wurde darauf geachtet, dass die Eltern ungefähr gleich riech und gebildet waren, dass der BMI in beiden Gruppen (fitte und unfitte) ungefähr gleich war, kurz, es wurde ein wenig in die wissenschaftliche Relevanz investiert.


Das ist auch mal gut so. Erinnert sich wer daran, dass gerade Krise war, und wir alle sparen wollen? Schulsport schien wie ein leichtes Opfer: keiner mag ihn, er ist nicht so wichtig wie Mathe für den Abi-Schnitt, und Turnhallen sind sowieso teuer.


Aber, wie es sich zeigt, sie könnten mehr für den IQ tun als ein Haufen Nachhilfeprogramme. Sogar kurze körperliche Betätigung kurz vor einer Prüfung verbessert die Ergebnisse. Opas Weg bergauf zum alten Schulhaus hat ihm einen Bonus gegeben, der den Schulbuskindern heute fehlt.


Im Namen aller Baby-Nager, Stadt-Schulkinder, schwedischer Rekruten und im Gedenken an meinen Großvater fordere ich deswegen mehr Stepper für Steppkes. ABC-Schützen an die Anaerobe Schwelle!

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