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Rezension: Wiki auf großer Fahrt

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Wie versprochen rezensiere ich hier weiter alle Kinderfilme, die mir so vor die Linsen geraten. Nach den Feiertagen gibt es da ein paar, natürlich: Cars 2, Gnomeo & Juliet (ausgesprochen kein Kinderfilm eigenlich) und, am aktuellsten und relevantesten: Wiki auf großer Fahrt.

Den ersten Teil (Wickie und die starken Männer) hatte ich damals verpasst, er war aber offenbar zu großen Teilen ein Produkt von Bully Herbig. Auch in diesem Film meint man, die Feder des bayerischen Mäzenen zu erkennen - doch weit gefehlt. Obwohl viele Dialoge klingen wie direkt aus der Bullyparade oder dem Schuh des Manitu, hat Bully hier außer einem Dank in den Credits nichts beigetragen.

Die Handlung ist kinderfilmtauglich: die Wikinger aus Flake (also Wikis Dorf) müssen ein altes Rätsel erkunden, einen göttlichen Schatz bergen, und sich dabei mit Sven dem Schrecklichen herumschlagen. Ein wesentlicher Teil der Handlung besteht darin, dass Wiki an Stelle seines Vaters das Kommando auf dem Schiff hat und die…

Wir basteln uns einen Betreuungplatz für unser Kind

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Unsere Gemeinde ist scheiße. Wir haben Geld dank Gewerbegebieten, aber einen Planungsstau, der epische Ausmaße annimt. Eine Ampel am Bahnübergang der Bundesstraße, die die Leute seit den 60er Jahren nervt, ist immer genau so lange schon unverändert. Der behindertengerechte Zugang zum Bahnhof hat 30 Jahre aus sich warten lassen (und das mit 2 großen Betreuungseinrichtungen für Behinderte im Ort). Hort-, Kindergarten- und Kinderkrippenplätze gibt es viel zu wenige. Und jetzt kommt ein Neubaugebiet für 500 Leute dazu. Die Gemeinde erlässt mal eine Bedarfsfeststellung für Betreuungsplätze, deren Ergebnisse nach dem Einzug der ersten Neubürger erwartet werden.
Eine Anekdote, um den Ruf der Gemeinde zu verdeutlichen: trotz Immobilien-Boom in allen Umlandgemeinden haben sich viele Bauträger nicht um unser Neubaugebiet beworben. Einer von ihnen hat uns den Grund verraten: "Die Gemeinde kriegt doch die versprochenen Betreuungsplätze nie fertig. Und ich bleib dann auf den Häusern sitzen.&q…

Vater: +1 auf Gewicht, -1 auf Alkohol

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Wer Rollenspiele wie D&D, DSA spielt, Kartenspiele wie das fantastische Munchkin, oder auf Facebook "The Gathering" oder ähnliche RPG-basierten Games zockt, der wird die Art und Weise kennen, wie dort die Fähigkeiten von Personen bewertet werden. Jeder hat verschiedene Punktwerte auf die grundlegenden Eigenschaften (zum Beispiel Intelligenz, Kraft, Ausdauer und so weiter), die mit der Zeit steigen können. Sie werden vor allem aber durch Modifikatoren beeinflusst: Zauber, die einen schlauer machen, Zaubertränke, die stark machen, Gegenstände, welche die Geschicklichkeit steigern und so weiter.

Ich bin gerade 13. Schwangerschaftswoche. Ich kriege +1 auf Gewicht und -1 auf Alkoholkonsum (und mein Kind: das schaut so aus: http://www.liliput-lounge.de/Schwangerschaft/Woche-fur-Woche/13-Woche/)

Mein Erstgeborener, der jetzt vier ist, hat vermutlich auch was davon. +1 auf Vorfreude, zum Glück nicht +1 auf Vorahnungen (denn das die Konkurrenz um die Liebe seiner Eltern der größt…

Rezension: Lauras Stern und die Traummonster

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Ich freu mich wie ein Schnitzel. Mein Sohn ist 4, und damit alt genug fürs Kino. Gestern waren wir zum ersten Mal "at the movies", wie mein Zweisprachler so schön sagt, und haben uns "Lauras Stern und die Traummonster" angesehen. Hat gut geklappt: die Aufmerksamkeitsspanne ist offenbar lang genug (seine. Meine nicht. Ich habe eine halbe Stunde verschlafen. Elternschicksal).

Weil das in nächster Zeit häufiger passieren wird, will ich mich an Kurz-Rezis zu den besuchten Kinderfilmen besuchen. Ich bin nicht ganz genrefremd, habe mich aber bisher immer an die Qualitativ hochwertigeren Familiy-Entertainment-Titel aus den USA gehalten, die zwar Kinderfilme sind, aber eben auch sehr viel mehr (Toy Story, The Incredibles und dergleichen).

Wie also kann Lauras Stern und die Traummonster dagegen anstinken? Nun, ich habe schon zwei Tipps gegeben. Ich bin eingeschlafen, und nenne die Produkte von Pixar et al. "hochwertiger". Die "Traummonster" sind eben nic…

Halloween: Sollen Sie doch Kuchen essen.

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Geständnis: ich steh' auf Halloween. Nicht gerade nur weil es allgemein als "unecht" und "importiert" verrufen ist, aber auch. Die Öffentliche Meinung kann mich mal. Ich verkleide mich gerne, schminke mich mit einigem Aufwand (Latex + Mastex + Schminke + Klopapier = Toller Zombie, der auch atmen und trinken kann, im Gegensatz zu seiner Vollmaske). Wenn ich nebenbei das Katholische Tanzverbot am 1.11. brechen kann, dann um so besser. Ich bin so glücklich wie dieser Kerl hier:
Nun hat die neue Tradition auch ihre schwierigen Seiten, nicht zuletzt für Eltern. Trotz aller Widerstände gibt es eine Interessengruppe, die sehr für einen bestimmten Aspekt des Pseudo-Feiertags kämpft: die Süßigkeiten. Zwar scheint sich die Tradition des Trick-or-Treat nach ein paar Anläufen nicht durchgesetzt zu haben (Gott sei Dank!), aber irgendwie kursiert dieses Gerücht im Kindergarten, und es gibt nichts Schwereres, als einem Kind Süßigkeiten auszureden, die es glaubt verdient zu ha…

Kreuzbandriss: jetzt auch für Sechsjährige?

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Montags ist Faßballtag. Die neu eingerichtete Gruppe für Vierjährige hat sogar einen der raren Hallenplätze bekommen, so dass mein Sohn jetzt auch im Winter trainieren kann. Er ist Feuer und Flamme. Ich kann mich nicht erinnern, ob ich in dem Alter schon in den Fußballverein gedurft hätte. Ich erinnere mich an Eurythmie-Stunden (und kann heute immer noch nicht tanzen). Aber, hey, Fußball ist ein toller Sport, der soziales Empfinden und den Charakter fördert. Was soll also daran verkehrt sein, wenn mein Brainbug seiner Begeisterung so nachgehen kann. Ich krieg ihn ja kaum dazu, nicht auch noch in der Küche herumzukicken.
Nun, eine Beobachtung von Sportärzten in den USA macht mir etwas Bauchweh. Offenbar hat sich die "typische" Knieverletzung von Steppkes in den letzten Jahren veändert. Immer öfter beobachten die Mediziner nun Risse des vorderen Kreuzbandes, die bisher eigentlich eher eine Krankheit von Leistungssportlern waren. Nicht von Kindern.
Es wird nun spekuliert, dass…

Bilingual: eine Art Turboknopf im Gehirn?

Haben zweisprachige Kinder einen Bonus? Abgesehen davon, dass sie eines Tages mal ihr Bier in zwei verschiedenen Ländern bestellen können. Es war lange Zeit umstritten, welche Vorteile (früher Lernen fällt leichter) und Nachteile (insgesamt späterer Spracherwerb) es hat. Mittlerweile sind sich eigentlich alle Experten einig, dass die Vorteile überwiegen. Einen netten Überblick zum Stand der Forschung liefert ein Artikel "Hearing Bilingual: How Babies Sort Out Language" in der New York Times.

Die meiste Forschung passiert heute beim Vergleich von ein- und mehrsprachigen Kindern per Gehirn-scan, während die Babys ihre Mutersprache/n oder unbekannte Sprachen zu hören bekommen. Manche Studien schauen sich die gleichen Kinder noch einmal nach einigen Monaten an, und untersuchen ihre Gehirnaktivität noch einmal unter diesen Voraussetzungen.

Es zeigt sich, dass einsprachige Kinder im Alter von 6 Monaten verschiedene Sprachen unterscheiden können. Sie beginnen aber im Alter von 10 b…

Wer teilt an St. Martin das Essen

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Schwierige Frage: was tun wir an St. Martinstag mit den nicht christlichen Kindern im Kindergarten. Besonders denen, die aus religiösen Gründen keine Wienerwurst essen dürfen?
Die Debatte gab es schonmal, in der Krippe. Dort hatte ein muslemisches Elternpaar angefragt, ob Schweinefleisch nicht aus dem Essen verbannt werden könne. Sie argumentierten, dass ihr Kind sich ausgegerenzt fühle, wenn es immer eine Extraportion bekommt.
Es gab eine Abstimmung, die ziemlich vorhersehbar ausfiel. 22 "Nein", 1 Enthaltung, 1 "Ja".

Jetzt, zwei Jahre später, geht es um die Wurst. Der St.Martinsumzug (an und für sich schon schwierig zu sekularisieren) endet beim großen Wienerwursttopf, dessen Inhalt zwei Zwecke erfüllt: erstens wärmen sich die Teilnehmer auf (St. Martin hat schließlich nur zwei Hälften an seinem Mantel, und die sind beide schon vergeben), zum anderen kommen die Einnahmen aus dem Wurstverkauf dem Kindergarten zugute.
So weit, so schön. Nun gibt es ein paar muslimi…

Wer zu spät in die Schule kommt, den bestraft das Leben

Noch sind wir nicht so weit, dass unser Brainbug in die Schule müsste. Ein Jahr bleibt noch. Außer wir halten ihn zurück, lassen ihn ein Jahr später einschulen. Das ist möglich - im Bekanntenkreis und KiGa gibt es zwei solche Fälle. Einmal Katja, die emotionale/soziale Probleme hatte, und einmal Pavel, dessen Deutsch noch nicht so gut ist.

Eltern von Elitekindern machen sich eher Gedanken darüber, wie sie ihre Sprößlinge effektiv gefördert kriegen, welche Zusatzkurse sich wo belegen lassen. So früh wie möglich, behauptet der Spiegel, und fügt hinzu, dass das Unsinn ist. Dass Kinder Liebe brauchen, ordentliche Verhältniss und kein Fernsehen. Nicht zum ersten Mal klingt der Deutschen Nachrichtenmagazin nach Generation Opa. Aber das nur nebenbei.
Das spätere Einschulen hat in den USA einen Namen: "Redshirting", nach einer obskuren Praxis aus dem Leistungssport. Mann mus kein Football spielen, um die vemeintlichen Vorteile zu sehen. Ältere Kinder haben einen Vorteil gegenüber de…

Testosteron macht die Presse dumm

Testosteron ist als Thema für Journalisten so wie Süßigkeiten für Kinder. Sie können nicht davon lassen. Es ist aber auch zu verlockend: Sex, Muskeln, Machotum, Geschlechterkrieg, alles ist mit drin (wir reden jetzt von den Journos, offensichtlich). Da kann es schon mal passieren, dass man eine trockene Wissenschaftsmeldung mit Relevanz aufpeppt.
Ich bin da nicht unschuldig. Mit meinen Posts "Väter, Hormone, Rote Autos und die Mehrweiberei", "Testosteron Teil 2: Geld, Risiko und Schmerzen", "Tipp für naive Frauen: Männer lecken hilft" oder "Machen Mamas Hormone sie rassistisch?" hab ich viel Spaß gehabt, indem ich gnadenlos übertrieben und frei assoziiert hab. Ich darf das, ich bin Blogger (und mache aus meinem hohen Albernheitsfaktor auf keine Hehl).
Es ist was anderes, wenn die traditionelle Presse das macht. "Vom Macho zum Softie. [...] Das Hormon spielt eine Rolle dabei, wie Männer sich bei der Partnersuche und als Väter verhalten." …

Meine Schuld als Papa

Heute nur eine kurze Übersetzung aus dem Englischen. Devon Corneal hat auf huffingtonpost eine lange Liste von Sachen zusammengestellt, für die sie sich als Mutter schuldig fühlt. Ihr Credo: Elternsein bedeutet Schuldgefühle zu haben. Sie geht ganz locker damit um, und ich empfehle das ebenfalls. Ich kann so ziemlich jeden einzelnen Punkt hier nachvollziehen (na gut, der mit den Schwangerschaftspillen natürlich nicht. Und der Chardonnay.) und es geht mir ähnlich. Aber dass ich mir sozusagen selber im Nacken sitze sollte doch ein gutes Zeichen sein, nicht? Ohne weitere Vorrede nun: wofür Mama sich heute schuldig fühlt:
1) Ich habe meinen Sohn einen Keks essen lassen, obwohl er davor sein Abendessen kaum angeschaut hat.
2) ...und der Keks war weder selbstgemacht noch Bio.

Forschung liefert (kaum) Munition im Kampf um den Nachmittagsschlaf

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Neulich hat Opa meinen Sohn mit einem blauen Auge nach Hause gebracht. Wohlgemerkt: die Blessur hatte nicht etwa das Kind. Nein, der Senior hatte versucht, sich gemeinsam mit dem Kleinen zum Nachmittagsschlaf hinzulegen. Gegen einigen Protest, aber anders als noch vor drei Monaten half auf das demonstrative Vorschlafen nichts. Mein Sohn randalierte im Bett rum und hat seinen Großvater schließlich meiner einer heftigen Bewegung voll am Kopf erwischt.

Es wird immer schwieriger, meinen Brainbug zur Siesta zu bewegen. Vorbei die Zeiten, wo er mir die Gelegenheit gab, mit ihm ein wenig der durchwachten Nacht nazuholen (wie viele Eltern kann man mich zu jeder Tages- und Nachtzeit irgendwohin legen und ich bin sofort in Morpheus' Reich.) Irgendwann wird er kein Nickerchen mehr brauchen - nur ist es noch nicht so weit. Das zeigt sich Abends, wenn der Kleene rumhängt wie der berühmte Schluck Wasser in der Kurve, und zu schlecht gelaunt ist um ins Bett zu gehen.

Die Schlafforschung würde vo…

"Deggu" und Geheimsprachen

Mein Sohn hat ein Lieblingswort. Es heißt "Deggu", und wenn ich meinen recht sprachbegabten Vierjährigen frage was es heißt, antwortet er mit berdetem Schulterzucken. Ich vermute es ist die Verballhornung eines polnischen Wortes, dass er bei Kindergartenfreunden gehört hat.Ich spreche mit meinem Brainbug in einer quasi-Privatsprache, in Englisch, dass sonst im Umkreis keiner mit ihm übt. Von daher bin ich mit dem Konzept von "geheimer" Sprache unter Nahestehenden gut vertraut. Den Höhepunkt erlebt dieses Konzept in der Zwillingssprache, also den Kryptophasischen Dialogen von Geschwistern (meistens Zwillingen), die Dritten kaum vertsändlich sind. Sie kann pathologische Züge annehmen, wenn etwa die Sparchfähigkeit nach Außen leidet. Ein Beispiel dafür sind "Poto" und "Cabengo", zwei US-Amerikanische Mädchen, die einen deutsch-englische Kauderwelsch praktizierten und schließlich trotz Sprachtherapie in relativ primitiven Jobs landeten, was (auch) i…

Und wenn sie nicht erwachsen geworden sind, dann spielen sie noch heute.

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Boys will be boys, sagen die Engländer, und meinen damit nicht nur, dass die Kleinen Racker Unsinn anstellen. Immer öfter wird der Satz dazu benutzt um (kopfschüttelnd) zu konstatieren, dass auch erwachsene Männer nur Kindsköpfe sind. In vergeht die Lust am Spielzeug nur den wenigsten Herren. (Kleiner Einwurf: den Damen auch nicht. Oder warum sind sie die besseren Kundinnen für so viele Branchen?)

Ich schreibe das mit einer frischen Schürfwunde an der Hand, die ich mir gestern im Indoor-Spielplatz zugezogen hatte (fragt nicht!). Manche Eltern können die lärmerfüllten, bunten Hallen nicht leiden. Ich finde sie fantastisch (und weiß aus früheren Posts und Kommentaren, dass ich damit nicht alleine stehe). Wo sonst kann man ohne Scham Klettergerüste besteigen, Rutschen hinabsausen, Kicker spielen... Immer mit der perfekten Ausrede mein Sohn verlangt es von mir, und es gehört zum Bonding entscheidend dazu.

Der Betreiber des Spielplatzes hat mir dafür stolze 8 Euro abgeknöpft. Das ist aber …

Das lange Vorspiel gebährfähiger Elternpaare

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Romantik in der Ehe ist nicht mehr das, was sie mal war. Vorher, in den leidenschaftlichen, wilden Zeiten. Sex schon gleich zweimal nicht, terminlich eingeengt von quengelnden Kinder, Hausarbeit, Vollzeitjob und einem kleinen bisschen Sozialleben, das man so hat.
Ein Wunder, dass es überhaupt Zweitgeborene gibt (wenn auch nicht mehr so viele, hierzulande. Bei einer Fertilitätsrate von 1,3 sind die meisten Kinder Einzelkinder.)
Das Kinderkriegen ist in der Ehe eine hochkomplizierte Sache geworden, die oft ein langes, langes Vorspiel hat. Es umfasst folgende Phasen.

a) T minus beliebig
Diskussion "Können wir überhaupt..." Nichts Neues. Sind Auto, Wohnung und Einkommen groß genug für noch ein Kind? Neu vielleicht: ist der Abstand zum älteren Geschwister klein genug, dass man desses Krippenplatz, KiGa-Platz und Hortplatz übernehmen kann?

b) T minus 12 Monate
Steuerklassen wechseln. Meist kriegt Er die 5, Sie die 3. Warum? Weil sich das Geld in der Elternzeit (die "Wickelprämi…

Spielplätze, auf denen man sich verletzen kann.

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Ich bin Samstag mit meinem Dreijährigen Achterbahn gefahren. Ich hab Achterbahnen nie leiden könne. Mir war nicht ganz wohl dabei. Mein Kleiner fand es toll - nach einem kurzen Augenblick der Introspektion. Wir mussten gleich noch ein zweites Mal fahren, und er hat laut gejubelt.
Danach sind wir auf den Rutschenturm gestiegen und haben alle drei Rutschen ausprobiert. Die steilste war im Prinzip fünf Meter freier Fall. Ich durfte sie dreimal machen. Mama musste auch mal mit, und hat dann gestreikt.
Unser Sohn ist offenbar völlig furchtlos. Da haben wir wohl was richtig gemacht. (Das war nicht immer so).

Was damit zu tun haben könnte, ist die Tatsache, dass wir ihn immer überall hinauf haben klettern lassen, wo er von selber hin kam - gesichert von Papa. Das bedeutet, dass Papa auch mal mit in eine Kletterburg muss (und das mach ich ausgesprochen gerne - es gibt kein "Kind im Mann", Mann ist ein Kind mit Extras, eigentlich). Mein Sohn kann klettern wie ein Äffchen, und hat keine …

Ich bin in Google+ angekommen

Nachdem ich Facebook immer gemieden habe (aus verschiedenen Gründen, aber hauptsächlich weils ein Zeitfresser ist) habe ich mich jetzt dazu entschieden, mir auf Google+ ein Social Media-Zuhause einzurichten. Ich freue mich natürlich über Kontakte dort, und werde meine Posts sicherlich da genau so verlinken wie bisher auf Twitter auch.
Also - wer schon drin ist - möge mich einfach mal ansprechen.
Euer Rocktpapa

Vetragen Senioren Kinderchaos schlechter?

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Ich bin frisch zurück von einer Kindergeburtstagsfeier mit neun Kindern zwischen zwei und acht Jahren. Es regnete, weswegen wir alle (es waren 8 Erwachsene dabei) in der 4-Zimmer-Wohnung saßen, statt draußen im Garten. Es war laut, es war lebhaft. Es war wunderbar.
Allerdings bin ich auch extrem stress- und lärmresistent. Der Opa des Geburtstagskind hatte seine Probleme mit dem Trubel. Nach einer Stunde verabschiedete er sich.
Dabei ist Opa ganz und gar kein Kinderfeind. Er babysittet zwei (Ganz-)Tage pro Woche verschiedene Enkel, liebt sie und kennt sie gut (er hat die Wette gewonnen, welcher von den Kleinen zuerst weint.) Er ist sehr "gut mit Kindern". Ganz und gar kein Meckersenior (sorry, Senioren-Union in Nordrhein-Westfalen).

Als ich diese Anekdote heute im Gespräch mit einer jungen Mutter erwähnte, berichtete sie mir von ähnlichen Fällen. (Männliche) Senioren, die Kinderchaos sehr belastend finden.

Ist das ein Zufall, oder gibt es einen tieferen Grund für diese Beobachtun…

Bücher im Sonnenschein. Gut für die Augen.

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Harry Potter hat schlechte Augen. Das liegt nicht an den Büchern, die er als fleißiger Schüler lesen muss -Hermione wäre dafür eher der Kandidat("Harry, your eyesight really is awful"). Vielmehr hätte er seine Brille wohl nicht gebraucht, wenn ihn die Dursleys nicht immer im dunklen Kämmerchen unter der Treppe eingesperrt hätten.
Woher ich das weiß? Nicht etwa durch die Kenntnis von JK Rowlings Plot-Notizen zur Megaseller-Serie, sondern aus einem Artikel in der New York Times, die verschiedene Ergebnisse aus der medizinischen Forschung zusammen fasst. Die Kernaussage: helles Tageslicht hilft Kinderaugen, beim Wachstum die richtige Form zu finden. Kurz- oder Weitsichtigkeit werden so verhindert. Künstliches Licht scheint diesen Effekt nicht zu haben, vermutlich weil es nicht hell genug ist. Der Effekt ist so stark, dass er sogar die Folgen von augenermüdender Lese- oder Bildschirmarbeit wettmacht. Bücherlesen als Ursache für Flaschenboden im Brillengestell ist out. Stubenhocke…

Die 10 schlimmsten Väter. Ich bin gar nicht soooo schlimm.

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Einer der wesentlichen Unterschiede in der Selbstwahrnehmung von Männen und Frauen? Frauen schauen auf andere Frauen und sehen nur, wo sie selber nicht mithalten können. Männer blicken auf andere Männder und sagen sich "So gut bin ich auch. Oder besser."
Ich bin schuldig im Sinne der Anklage. Aber, hey, in diesem Fall darf ich es doch mit Fug und Recht sein? Die Liste der"Zehn schlimmsten (fiktiven) Väter" sollte ich doch toppen können. Ich meine, so mit Gut-Sein.
Mal sehen.
Platz 10: Peter Griffin, Family Guy
Ein Klon von Homer Simpson, aber ohne die gleiche Liebe für alle seine Kinder. Ich bekomm keine Selbstzweifel, wenn ich ihn mir anschaue. Aber sein Egoismus, und der Bierkonsum...? Eieiei, da hat jemand meine Nummer gewählt.

Platz 9: Al Bundy
Meine Rollenspielrunde (80 Prozent Y-Chromosom-haltig) und ich sind große Fans. Warum eigentlich? Vielleicht, weil er das perfekte Beispiel für Papas Jammern auf hohem Niveu ist (siehe auch den Vorspann ab 0:37). Alle wollen w…

Wo bist Du, neuer Vater?

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Vater-Kind-Schutz vor Alzheimer

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Ich sage ganz oft „Well“. Seit dreieinhalb Jahren. „Well“ ist meine geistige Gangschaltung zwischen Deutsch und Englisch. Mit der Welt rede ich deutsch, mit meinem Sohn in meiner Muttersprache Englisch. Das ist manchmal anstrengend, und ich brauche bisweilen eine Sekunde. „Well“. Eine Zeitlang hatte ich mir überlegt, ob die zweisprachige Erziehung gut ist. Mein Bruder hatte es versucht, war aber daran gescheitert. Ihm kam es unnatürlich vor. Ich hoffe, dass mein Brainbug niemals gehänselt wird, weil ich mit ihm anders rede.Es gibt auch wissenschaftliche Erkenntnisse, die zeigen, dass zweisprachige Kinder sprachverzögert aufwachsen, auch wenn Sie den Rückstand später aufholen. Andererseits tun sie sich später viel leichter, weitere Sprachen zu lernen- das Gehirn ist sozusagen schon darauf ausgelegt.Neuere Forschungsergebnisse zeigen jetzt noch viel größere Auswirkungen. Es zeigt sich, dass ich nicht nur meinem Sohn Gutes tue, sondern mir selber. Wir beide sind besser vor dem Ausburch …

Vat- und Muttertag, und was man als Mann tun und lassen sollte

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"Auch sollst Du Vat- und Mutter ehren als ob sie deine Eltern wären" - Otto WaalkesVier Wochen liegen dieses Jahr zwischen Muttertag und Vatertag. Nachdem es nun mein dritter V-Day in "offizieller Funktion" ist, habe ich noch so ganz raus, was ich damit anfangen soll. Es ist auch das dritte Mal, wo ich die Verantwortung für das Gelingen des Muttertags von Brainbugs lieber Mama habe (und die Oma, die Mutter Nummer 2 ist).Ehrlich gesagt stinken mir diese Muttertage. Von 2011 wird mir eine Sache besonders in Erinnerung bleiben: wie wir mit Bekannten auf einem Fest saßen und die beiden anwesenden Mütter sich laut und ausdauern darüber unterhielten, was ihre Männer bei der Planungen des M-Tags alles falsch gemacht hatten. Die Brötchen waren nicht frisch. Die Geschenke waren unpassend. Es wäre nicht entspannt genug. Die Schwiegermütter hätten eine zu große Rolle gespielt und sich in die Familienfestivität eingemischt.Es war etwas ernüchternd, und hat es mir schwer gemach…