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Es werden Posts vom November, 2012 angezeigt.

Nackt schlafen, in einem Bett mit den Kindern

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Deutschland, nachts um elf. Ich hebe mir fast einen Bruch, als ich meinen fünfjährigen Sohn aus meinem Bett in seines befördere. Dann lege ich mich schlafen.

Deutschland, nachts um fünf. Er kommt zurück. Ich lasse ihn gewähren, teile meine Decke mit ihm, und schlafe bis zum Weckerklingeln. So einigermaßen tief. Er auch.

Deutschland, morgens kurz vor sieben. Ich stehe auf und ziehe mir was an. Nackt schlafen ist ja OK, aber nackt Frühstück machen birgt Gefahren, über die ich nicht nachdenken will. Außerdem will die Katze raus (oder rein, oder beides), das Baby muss gewickelt werden, die KiGa-Tasche gepackt. Kurz: es ist Tag. Da hat man was an.

Ich war überrascht, dass es einen regelrechten Glaubenskrieg über diese beiden Schlafgewohnheiten gibt: Co-Sleeping (also die Kinder nachts ins Bett zu lassen) und nackt schlafen. Und noch dazu beides in Kombination! Schockierend.

Mit Kindern im Elsass: ein unterschätztes, geiles Urlaubsziel

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Urlaub im Elsass? Klingt ziemlich bieder. Colmar ist hauptsächlich ein Rentnerziel, die Weinstraße ist was für Kaffeefahrten, es gibt keinen Strand und mit Strassbourg sogar ein Zentrum der EU-Bürokratie. Wer soll da schon hin wollen?
Nun, wir. Mama, Papa, zwei Kinder. Mit gutem Grund, denn erstens ist die Gegend wirklich nahe gelegen und lässt sich von vielen Teilen Deutschlands in wenigen Stunden mit dem Auto erreichen, zweitens ist die nicht so teuer wie andere Urlaubsziele, drittens hat sie ihren Mangel an Badegelegenheiten durch fantastische Museen wettgemacht, und viertens bietet sie zahlreiche Gelegenheiten zum klassischen "Urlaub auf dem Bauernhof" - gerade für Familien mit jungen Kindern eine wichtige Entscheidungshilfe. Ich zeige ein paar der besten Ausflugsziele, die wir entdeckt haben. Die besten Weine der Region müsst ihr euch wonders ergoogeln.

Kämpfen- muss das sein? Oder: Ein Schlag ist auch eine Berührung

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Heute, beim Besuch eines beliebten Wildtierparks, haute ein mir unbekanntes dreijähriges Kind mich auf den Schenkel. Auf meinen freundlich tadelnden Kommentar, dass das nicht nett sei, grinste es und meinte "Nein." Seine Eltern haben den Autausch wohl verpasst, sonst hätten sie vielleicht eingegriffen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das langhaarige, undefiniert gekleidete Kind ein Junge war. Was denn auch sonst?

Ich habe bekanntermaßen selber einen Sohn. Mein Bruder mehrere (beim letzten Mal zählte ich zwischen zwei und vier. Schwer zu sagen in dem Gewusel.) Alle sind sie beigeisterte Prügler (oder waren es zumindest bis sie in die Pubertät kamen). Ihre Freunde auch, und ein paar weniger Freundinnen ebenso. Sollte ich das nicht so locker sehen? Und wie steht es um die Bewaffnung? Ein triviales Thema, oder vielmehr ein Grund zur Sorge?