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Nivea trollt uns zu Weihnachten

Viele Väter sind irritiert über den Nive-Weihnachtsspot. Sehr deutlich zeigt der die Adventsvorbereitungen einer Familie, die ein deutliches vaterförmiges Loch ausweist. Es gibt einen "Onkel" (und täusche ich mich oder bringt der junge Sprecher es fertig, hier Luft-Anführungsstriche zu intonieren?), es gibt einen kopflosen Mann, der am Haus vorbei läuft es gibt Oma und Opa. Dem Kind gehts prima, es ist wunschlos glücklich. Ist das Grund zur Aufregung? Ich denke, man kann Nivea abscheuliche emotionelle Manipulation vorwerfen - aber nicht erst seit "Weihnachten", und nicht nur an Vätern.
Drei Punkte vorweg:  Nivea macht hier nichts aus versehen. Jede Sekunde hier wurde bestimmt stundenlang von Marketing- und Werbeverantwortlichen diskutiert. Jedes Argument empörter Väter wurde vorhergesehen.
Es ist auch kein Zufall, dass der Vater in der Geschichte fehlt, der Spot macht das mehr als deutlich: der Fokus auf den "Onkel" zum einen, dann die gerade neckische An…

Es ist Weihnachten. Halte deine Kinder ungleich

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Weihnachten naht, und damit eine perfekte Gelegenheit, einen fast unausweichlichen Faux Pas des Elternseins zu begehen. Wir beschenken unsere Kinder ungleich. Es geht ja kaum anders - die Kleinen sind ungleich alt, haben unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse und Wünsche. Ein Stück weit spielt hinein, dass wir strategisch schenken, etwa mit Büchern einem lesefaulen Schulkind auf den Geschmack bringen oder mit Sportgerät einem Stubenhocker Gründe zur Bewegung liefern. Aus diesen Unterschieden ergibt sich ein Spielraum, was wir welchem Kind geben, und ich glaube nicht, dass es je einen Vater oder eine Mutter in der Geschichte der Menschheit geschafft hat, nicht dem einen Kind mehr zu geben als dem anderen.

Rezension: Die Eiskönigin - Völlig unverfroren

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Es gibt diesen Winter nicht viel Auswahl im Kino, jedenfalls nicht für unsere Kinder. Warum es in der Dunkeln Jahreszeit ausgerechnet ein Film über Depression sein muss, entzieht sich mir. Vielleicht nicht die schlauste Entscheidung von Disney. Oder aber ich interpretiere zu viel hinein in "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren". Vielleicht ist es nur ein Film über zwei Schwestern. Es ist mal sicher kein Film über einen lustigen Schneeman und sein Rentier, auch wenn man den Eindruck bekommt wenn man die Trailer sieht.

Wie man einen Mann dazu bringt, Helm zu tragen

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Ein Beitrag zum Welttag des Mannes Ich trage keine Helme. Aus einem einfachen Grund: ich bin unverwundbar und unsterblich. Meine beiden Unfälle, die ihren Namen verdienen, endeten beide mit fahrunfähigen Unfallgegnern (ein VW Golf und ein Moutainbike), während ich gerade mal Schrammen davon trug. Ich fahre wirklich viel Rad, habe ein Auge für den Verkehr und ein Gespür für Risiken. Also: kein Helm nötig. Seit drei Wochen trage ich dennoch einen. Ganz Mann-untypisch habe ich mich überzeugen lassen. Und das kam so:

Warum mein Sohn seiner Schwester keine Wörter mehr beibringen darf

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Ich hab es mir ja selber zuzuschreiben. Was muss ich meinem Sechsjährigen auch Filme erzählen. Er hat ja doch nichts anderes im Sinn, als sie nachzuspielen. Vor allem, wenn es was verbotenes ist. Ich muss ja froh sein, dass er nicht den "Hulk" macht. Memo an mich selbst: grüne Schminke verstecken.
Jetzt haben wir den Salat, und ich kann mit seiner kleinen Schwester nicht unter Leute gehen. Und alles nur wegen "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich". Da gibt es eine Szene, die ich meinem Sohn neulich nebenbei erzählt hab; Greg Focker spielt für Baby Jack den Babysitter, und irgendwann rutscht ich das Wort "Arschloch" raus. Wie Babys so sind, ist das das erste und einzige Wort, was sich der Säugling merkt und seinen pingeligen Eltern stolz präsentiert, als sie ihren Nachwuchs aus Gregs (ansonsten ordentlichen) Obhut abholen.
Mein Sohn fand das total witzig.

Rezension: Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 (Dada in 3D)

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Mal eine Frage vorweg: wenn man den Titel eines Filmes schon lokalisiert, warum wählt man dann ein Wort wie "Fleischbällchen", das nun wirklich kein Mensch verwendet. Fleischpflanzerl, Bulette, Frikadelle - so heißt man das.
Nächste Frage: im ersten Teil ging es um Essen, dass vom Himmel fällt. In diesem nicht. Wäre nicht ein anderer Titel besser gewesen?
Dritte Frage. Können Hamburger die Freiheitsstatue wirklich aufessen? Klingt wie die Schilderung eines Plattencovers aus den 80ern. Flint Lockwood, Held des Filmes und eigentlich nicht dumm, glaubt es trotzdem.

Papa arbeitet mehr langweiliges Zeug - und spielt mehr mit den Kindern.

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Eine neue Studie unter US-Eltern zeigt auf, dass Kinderpflege als anstrengender, aber auch als erfüllender angesehen wird als der Job. Unterm Strich verbringen Väter 57 Stunden in der Woche im Job, bei der Haushaltsarbeit und der Kinderpflege, Mütter 53 Stunden. Mütter verbringen wesentlich weniger Zeit im (öden, nicht so anstrengenden) Büro - 23 Stunden gegenüber 40 Stunden bei Papa. Väter nutzen ihre Zeit mit den Kindern mehr zum Spielen als die Mamas.
Die Mütter dagegen erledigen mehr von der Drecksarbeit (Windeln, Elternabende). Väter nehmen sich mehr Auszeiten - 27,5 Stunden gegenüber 24,5 Stunden bei Müttern. Unterm Strich also ein eher ausgewogenes Bild.

Das Kuschelhormon, dein Hund und Du

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Hormone sind ein ergiebiges Thema. Ein witziges noch dazu. Testosteron dämpft das Schmerzempfinden, macht Frauen misstrauisch, Männer hilft es beim räumlichen Denken und dummen Entscheidungen. Oxytocin kommt vom Kinderkriegen, hilft zum treu bleiben, macht (manche) rassistisch und hilft gegen Bettnässen. Tolles Zeug. Ein japanisches Forscherteam hat jetzt noch einen oben drauf gesetzt und den Besten Freund des Menschen mit ins Spiel gemacht. Sie wollten wissen: wie verändert sich der Oxytocinspiegel von Hundehaltern beim Spielen mit dem Hund, abhängig davon ob Herrchen/Frauchen und Tier sich anschauen oder nicht. Zeit für ein runde wilder Spekulation zu den Ergebnissen.


Die ersten sieben Tage nach der Einschulung: Monster

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Gestern Nacht habe ich eine halbe Sunde lang am Fuß meines Bettes gesessen, um Geister fern zu halten. Mit einem albernen Steampunk-Reißer ist das nicht schwer, man verträgt es dann viel einfacher, dass der Haushalt darauf wartet gemacht zu werden und man selber auch noch irgendwann ins Bett will. Aber die Geister gehen vor.

Irgendwann konnte ich hören, dass mein Sohn gleichmäßig atmete, und stahl mich davon. Er schlief tatsächlich, und hatte zum Glück keine schlimmen Träume. Als ich zwei Stunden später ins Bett wollte, trug ich ihn in sein Bett (und in der Früh musste ich ihn wieder aus meinem schubsen, ich nehme an von seinem Zimmer in meines gibt es ein Gefälle.) Er hatte die Geister vergessen, die ihn am Abend so geängstigt hatten. Auch das Bauchweh war weg. Er war bereit für den nächsten Schultag, Nummer acht. Wollen wir hoffen, dass ich nicht bis zum Abitur Monsterdienste verrichten muss. Woher aber kommt der neue Bedarf nach diesem Papa-Service?

Rezension: The World's End

Kein Kinderfilm. Kein Mamafilm. Ein Film für die Generation von Männern, die 2013 Väter sind. Warum? Weil er - Aliens, Sauftour und Genre-Parodie ungeachtet - ein Thema behandelt, dass zu der Lebensphase gehört: die Frage "Was ist nur aus mir geworden?" Pegg, Frost und ihr Schreiber Edgar Wright schaffen es tatsächlich, in den vermeintlichen Action-Gag-Film noch einen zweiten Film hinein zu schmuggeln, der dieser Suche nach der Vergangenheit nachgeht - mit Retro-Elementen, die jedem Teenager der 90er gefallen dürften.

Betreuungsgeld oder Kita? Überraschende Ergebnisse.

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Montag geht die Krippe wieder los, meine kleine Prinzessin wird sicher laut meckern. Sie geht nicht gerne von Papa oder Mama weg. Aber sie muss. Eine Zusammenfassung von Forschungsergebnissen zeigt, warum das nicht schlimm ist - und warum auch das Betreungsgeld gut für Mutter, Vater und Kind ist.

Einsam allein daheim - Ferienblues

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Ich bin allein daheim. Wie Kevin, nur dass ich nicht meine Eltern vermisse, sondern meine Kinder. Die sind mit Mama im Urlaub, und ich entdecke: den ganzen Spaß, den ich früher hatte, habe ich nicht mehr. Es fehlt mir was. Wenn ich nachts vor dem Fernseher sitze und nicht die Ohren spitze, ob das Baby sich regt. Wenn ich nicht nach Hause komme und erstmal umgerannt werde. Wenn ich morgens nicht zu Kindergarten und Krippe fahren muss. Der nächtliche Kampf um meine Bettdecke fehlt, das tägliche frühe Aufstehen... na, jetzt mal nicht übertreiben. Das Ausschlafen ist gut. Aber was die Nachbarsmama Elli gestern sagte, gilt für mich auch: "Ich weiß gar nicht, wohin mit mir".

Rezension: Chihiros Reise ins Zauberland

Ein absolut erstaunlicher Film, der mitteleuopäischem Publkum einen Bonus bietet, den die japanischen Landsleute des Regisseurs Hayao Miyazaki nicht genießen können. Die kulturelle Barriere, die den hiesigen Besucher oftmals wie ein Schlagbaum vor den Schädel stößt, passt nämlich ins Konzept des Filmes: die Reise des Mädchens Chihiro in eine magische, unverständliche Welt mit merkwürdigen Bewohnern. Diese Paralelle zwischen ihrem Abenteuer und meinen Seherlebnis des Filmes sorgt dafür, dass ich ihn nicht so schnell vergessen werde - auch weil ein paar eklige Szenen dabei sind. Definitiv nichts für Kinder, aber ein Erlebnis für ihre Eltern.

Das Ende der Welt für den Kindergarten

Oh nein! Es ist der letzte Tag im Kindergarten. Jetzt beginnt der Ernst des Lebens. Oder, vielmehr: jetzt beginnen sechs Wochen Urlaub, auf die sich mein Brainbug freut wie ein echtes Schulkind. Ich, als Papa, bin vielleicht am traurigsten von allen Beiteiligten. Wie dumm eigentlich.

Rezension: Ich - Einfach unverbesserlich 2

Ist euer Kind auch klein und gelb im Herzen, und rennt durch die Gegend und schreit "Bananaaaaa?" Meiner schon, und mit gutem Grund. Die Minions aus Ich - Einfach unverbesserlich sind nicht nur von kleinen Jungs inspiriert worden, sie sind auch im Gegenzug ein tolles Vorbild. Ein bisschen fies, ein bisschen brutal, aber im Grunde ihres Herzens nette Kerle. Sie sind der Hauptgrund, den Film zu sehen. Auch den zweiten. Aber nur noch eingeschränkt. Warum? Weil sie weichgespült wurden. Schade drum.

Rämliches Denken - ein unerkanntes Zeichen von Kreativität

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Mein Brainbug hat aus dem Mikey Mouse-Jubiläumsheft ein Tetris-Spiel bekommen, sein erstes Computerspiel überhaupt, und ist vorhersehbar süchtig danach. Mit allen unschönen Konsequenzen (Abgelenktheit -> Elternschelte -> Schmollen...). Doch nun lese ich: räumliches Denkvermögen im Kindesalter ist ein guter Indikator für wissenschaftliche Leistung im späteren Leben. Ah. Dann ist ja gut.

Fotos aufheben: wo die meisten Eltern versagen

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Ich sage es nicht gern, lieber Leser, aber wahrscheinlich bist du ein schlechter Vater / eine schlechte Mama. Zumindest bei einem Punkt: den Fotos deiner Kinder. Wenn unsere Lieblinge in 20, 30 Jahren heiraten, dann sind vielleicht von den süßen Babyfotos keine mehr übrig. Sogar unsere eigenen Kinderfotos aus den 70ern, 80ern oder 90ern sind vor der Vernichtung sicherer. Warum? Weil wir schlampig sind. Hier ist eine Anleitung, wie man es besser macht.Fotos sind heutzutage so einfach zu machen und so unkompliziert zu speichern wie nie zuvor. Jeder hat seine Kamera ständig in der Hosentasche, und nach zwei Wischern über das Smartphone ist das Bild online. Wo ist also das Problem? Opa und Oma haben kiloschwere Fotoalben von uns, die irgendwo im Keller vor sich hinmodern - sicherlich ist es heute einfacher, Babys erste Schritte festzuhalten (in Video, noch dazu).

Rezension: Monsters University / Die Monster Uni

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Ich bin ein Freund von Prequels, also von Geschichten, die zeitlich vor einer bekannten Geschichte ansetzen und die Entwicklung der Helden erzählen. Vielleicht weil ich selber als Vater eine Art Prequel live erlebe, den Werdegang meiner beiden Kinder (wobei ich nicht weiß, was der Hauptfilm in ihrem Leben mal ist. Hoffentlich ein bisschen weniger gefährlich als Die Monster AG, 2001). Nur sind die beiden aktuell in Kindergarten und Krippe, weit entfernt von der Uni (und noch dazu ist die Monsters University eine sehr andere Einrichtung als eine deutsche Uni - sehr viel verschulter, sehr viel konzentrierter und deswegen auch sehr viel vernetzter. Mit den deutschen Studentenverbindungen kann man die "Fraternities" nicht vergleichen.)
Aber die Geschichte des Helden Mike fängt genau in diesem Lebensabschnitt an: als kleiner Steppke marschiert er unerschrocken in ein Kraftwerk, und lässt sich weder von Sicherheitsschranken noch strengen Ermahnungen davon abhalten, aus erster Hand …

Wahlfreiheit für Eltern: Teil 2 - Ein Kind ist nicht genug.

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Dürfen Eltern egoistisch sein? Dürfen wir uns aus Bequemlichkeit oder anderen Gründen entscheiden, unser Erstgeborenes ein Einzelkind zu machen? Haben wir ein Recht auf ruhige Kinoabende? Die allgemeine moralische Sichtweise scheint zu sein: Nein. Eltern haben die Pflicht zur Selbstaufgabe.

Wahlfreiheit für Eltern: Teil 1 - Rechte für Männer

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Die Entscheidung, Eltern zu werden, ist keine leichte. Beim zweiten Mal fällt es vielleicht leichter, oder vielleicht gerade nicht. Ich habe zwei Gedanken zum Thema, die mich zuerst stutzig machten - nennen wir es eine Art soziokulturelles Tabu, dass sie ansprechen - aber überraschend stimmig sind. Es geht um die Fragen:
Sollten Männer bei einer mitverursachten Schwangerschaft entscheiden dürfen, nicht Vater zu werden?Sollten Eltern nach dem ersten Kind Schluss machen, oder ist das egoistisch?

Deine Mudda bist du!

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...oder dein Vater, je nach Geschlecht. Eine (windige, aber witzige) Studie legt das Alter, in dem wir (bzw. junge Frauen, was mich zwar nicht mit einschließt, aber egal) uns in unsere Mütter verwandeln, auf 31. Dann fangen wir wohl an, so zu klingen wie sie, die gleichen Vorlieben zu haben, die gleichen Hobbys. Das passiert nicht nur Frauen, möchte ich meinen, oder vielmehr meine Frau meint das. Im Gegenzug bin ich mir nicht so sicher, sie erinnert mich mehr an ihren Opa väterlicherseits.
Sind wir nicht eher eine Kombination beider Elternteile? Das ist vielleicht fies; ich kann mir nichts schlimmeres vorstellen als mit zwei ewig zankenden Stimmen in meinem Kopf zu leben. Aber jede Kombination der meisten Paare dürfte genau so aussehen.

Ich bilde mir auch ein, viele andere Seiten zu haben als mein lieber Vater. Ich zeige meine Zärtlichkeit den Kindern deutlicher, ich bin weniger Ingenieur und mehr Autor, weniger Bastler und mehr Musiker. Natürlich gibt es auch viele Gemeinsamkeiten. …

Wer schützt die Begabung vor der Schule?

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Weh mir. Ich stimme ein in den Chor von Eltern, die über die Schule jammern. Ein weit verbreitetes Hobby, wie mir scheint. Aber begründet. Gibt es Alternativen? Was kann ich machen, um meinem Sohn, der dieses Jahr in die erste Klasse kommt, eine angemessene Förderung zukommen zu lassen ("trotzdem", hätte ich fast geschrieben).

Babys Löffel teilen? Offenbar OK.

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Dreck ist gesund. Das hat sich rumgesprochen. Es kommt aber auf die Art von Dreck an. In Mamas und Papas Mund, so hieß es bisher, ist die Art von Dreck der nicht gesund ich. Also: nicht Babys Löffel abschlecken, so lecker das Breigläschen auch riecht. Und nicht den Schnuller sauber lecken. Das Kind kriegt sonst meine Bakterien ab, inklusive Karies.
Dafür habe ich mir auch mal einen Rüffel eingefangen. Es scheint mir komisch, dass ich mit dem Baby biochemisch auf Tuchfühlung bin (wir schmusen und schlafen, ganz zu schweigen von der Körperpflege, die ich an meiner Tocher leiste - und da gehts ja nun wirklich nicht mehr näher), aber kulinarisch so einen Abstand halten muss. Wie soll ich wissen, ob es schmecht? Ob das Essen zu heiß ist? Was denkt sich mein Baby, wenn ich mich weigere mich von ihm füttern zu lassen? Alles sehr komisch. Und alles sehr unnötig, wie es jetzt scheint. Mein Speichel ist nicht so schlimm - im Gegenteil. Es ist gesund.

Alexander die Großartige Ausstellung im Lokschuppen Rosenheim

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Ich gehe gerne in Museen, und meine Kinder können davon ein Lied singen. Ich behaupte sogar, mich gut genug auszukennen, um gute Tipps abgeben zu können. Die Ausstellung zu Alexander dem Großen im Lokschuppen hat das auf jeden Fall verdient. Zwar ist Rosenheim eher, nun, nicht ganz so zentral gelegen wie man es sich wünschen würde, aber wer nach Bayern kommt und ein paar Stunden Zeit hat, der sollte den Besuch hier in Betracht ziehen. Gerade für Familien mit Kindern sucht die Ausstellung (die noch bis Ende 2013 läuft) ihresgleichen.

Der heroische Kampf des Kundenservice um die Bewältigung einer simplen Anfrage.

Ah, Kundenservice. Kein ganz einfaches Geschäft. Deutsche Mittelständer stellen Produkte von Weltklasse her. Den Vertrieb kriegen sie auch gerade noch hin. Aber dann beißt es auch bei den besten aus. Ein anekdotisches Fallbeispiel, anonymisiert und gerafft des Spaßes wegen.

Warum Jungs wirklich schlechter in der Schule sind.

Mind=blown. Die Frage, warum Mädchen in der Schule besser abschneiden, hat sich möglicherweise gerade in einem Nebensatz eines Artikels beantwortet, der sich mit ganz anderen Dingen befasst. Es ist nicht der Mangel an männlichen Lehrern. Es ist nicht die Art und Weise der Tests. Es ist vielleicht einfach nur die Tatsache, dass Mamas Kinder hüten, nicht Papas. Wie ich darauf komme: so: Mit Babys reden bringt ihnen einen höheren IQ. Das zeigt sich in Studien und ist ein Faktor beim schlechteren Abschneiden von Kindern aus finantschwachen Haushalten: die Eltern von Akademikern reden bis zu dreimal so viel mit ihren Krabbelkindern als Arbeitereltern. (siehe Hart/Risley "The 30 Million Word Gap by Age 3"). Und jetzt das: Eltern reden mehr mir Kindern des gleichen Geschlechts. (sagt die NYT in einem Nebensatz: - hat wer die Quelle?).  Mir scheint das ein deutlicher Zusammenhang: Jungs hören weniger Worte. Worte machen Intelligent. Kein Wunder, wenn ihre Schulnoten im Schnitt bess…

Rezension: Die Croods - nichts für Krabbelkinder

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Es gibt ein paar heimliche Favoriten unter den Animations-Filmen, die sch durch einen anarchistischen Einschlag auszeichnen. Lilo & Stich, Drachenzähmen leichtgemacht etwa. Ich glaube ihre wilde Ader entspringt dem kreativen Puls von Regisseur Chris Sanders, der komischerweise auch an den braven "Schöne und das Biest" und "König der Löwen" beteiligt war. Nun, hier durfte er seine ungezügelte Seite voll ausleben, und er zeigt außerdem eine Vorliebe für schwarzen Humor, die in einem Kinderfilm eher selten zu finden ist. Deswegen eine Warnung: Die Croods ist nichts für Babies und Kindergartenkinder. Aber für die Eltern um so eher.

Test und Spielbericht: Villa Carton City Blocks

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Ich hab kein Problem damit, wenn Firmen Blogger ihre Produkte zum Testen zukommen lassen (wie in diesem Fall). So was kann nach hinten losgehen (nicht diesmal, soviel gleich vorweg), und der Blogger wird auch nicht unbotmäßig reich (hier geht es um 17 Euro). Für die Leser ist es manchmal auch hilfreich - eine Geschenkidee, ein Tipp für den Videoabend, eine Einschätzung zum nächsten Baby-Zubehör, dass gekauft werden muss.

Villa Carton waren so nett, mit ein Paket ihrer City Blocks zukommen zu lassen. Die Firma stellt Bastel/Spielsets aus Karton her, von der Spielburg bis zum Puzzle. Ich hatte als Kind selber ein ähnliches Karton-Schiff, was ewig gehalten hat (auch weil ich mich nie davon trennen wollte). Bei den City Blocks handelt es sich um den Bausatz für drei Häuser plus Dächer, etwa kniehoch und immerhin so stabil, dass die Katze sich drauf setzen kann (selber habe ich mich nicht getraut...). Sie sind bemalbar, und das ist zumindest am Anfang der größte Spielfaktor. Die Tester war…

Die EU ruiniert unsere Kinder: Ostern und der Strichcode

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Zeit auf die Barrikaden zu gehen. Zeit nach Brüssel zu ziehen und dem Irrsinn Einhalt zu gebieten. Zeit zu merken, dass die dort nicht zuständig sind, sondern der Europarat. Also auf nach Straßburg. Da merken wir dann: es war der Rat der Europäischen Union gemeint. In Brüssel. Keinen Bock mehr haben. Heim fahren und böse Briefe an unseren Landtagsabgeordneten schreiben.
Die EU hat die Kindheit unserer Kleinen zum letzten Mal ruiniert, wenn ihr mich fragt. Und wie? Schaut euch mal dieses Ei an:

46 Gründe warum mein Kind ausflippt (und warum das gut ist)

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Eltern kriegen viel Kritik zu hören wegen ihrer Kinder. Die Deutschen sind eben noch nicht so kinderfreundlich. Wenn als ein Zweijähriger seinen kleinen Wutanfall in der Tram kriegt, dann erntet man böse Blicke von Nicht-Eltern. Auf Facebook kursieren Fotos mit "Ich wurde gut erzogen"-Besserwisserei, deren Urheber vor gerümpfter Nase vermutlich nicht mehr frei atmen können. Was für rückgratlose Eltern lassen ihren Kindern so etwas durchgehen!
Na, sagen wir Papas und Mamas und dann, kommt ihr erstmal in das Alter. Und falls ihr schon drüber seid: wer nicht dabei war, kann nicht mitreden. Also bitte keine Zwischenrufe (wir haben eh kein Ohr dafür, weil wir Juniors Finger gerade unter Protest einzeln vom Haltegriff lösen müssen - die nächste Haltestelle ist nämlich unsere).

Kind, steh auf (verdammt!)

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Früher war das so einfach. Unter 10 Kilo Lebendgewicht kann man seinen Sohn morgens früh liebevoll von der Matratze heben. Wenn er erstmal im Bad ist, geht der Rest - Zähneputzen, Anziehen - eigentlich ganz leicht. Aber jetzt, bei 22 Kilo (und davon einiges Muskelmasse) führt der Versuch ohne aktive Mitarbeit des Kleinen zu unschönen Szenen.

Rezension: DONIkkl (eine Konzertkritik)

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"Und ich flieg, flieg, flieg zu dir rüber; bin so stark, stark, stark wie ein Tiger..." - es mag viele überraschen, aber das Lied ist nicht als Wiesnhit geschrieben worden. Es ist ein Kinderlied (was offenbar den gleichen geistigen Anspruch hat) und stammt von einem Musiker namens DONIkkl, der sich nicht darauf beschränkt von den Bierzelt-Tantiemen zu leben, sondern mit seiner Band "Die Weißwürschtl" Konzerte gibt. Für Kinder. Obwohl begleitende Erwachsene sich vielleicht nach dem Bierzelt sehen, oder zumindest einem kleinen Rausch. Eine Konzertkritik aus der zweiten Reihe.

Und bist du nicht willig, so brauch' ich Eiscreme

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Kinder sind bockig. Das ist sozusagen ihre Visitenkarte. Manche sind schlimmer, andere handzahmer, aber schwierig sind sie alle. Dann und wann. Ich ertappe mich dabei, wie ich auf eine kleine Sammlung von Werkzeugen zurück greife, wenn Junior dringend motivieren muss und die übliche vernünftige Ansprache nicht klappt.

a) Drohung: "Ich werd echt wütend, wenn Du jetzt nicht aufstehst."
b) Das Auszählen. "Eins... Zwei..." Ein Klassiker. Ab und zu muss man mal bei "Drei" ankommen und eine Strafe auswählen, um den Effekt zu erhalten. Dann aber zeitlos.
c) Weggehen und Druck abbauen. Wenn man die Zeit hat ein guter Weg.
d) Verhandeln: "Na gut, ich lass dich noch zwei Minuten spielen, aber dann kommst du ohne Meckern." Funktioniert nicht immer.
e) Bestechen. Auch ein Klassiker. "Räum' jetzt dein Zimmer auf, dann darfst Du heute noch Sandmann schauen.
f) Erpressen. Das gleiche in Schwarz: "Wenn Du nicht sofort dein Zimmer aufräumst, gibts k…

Das erste Mal Scheitern in seinem jungen Leben (und soll ich machen)?

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Morgen findet das erste Fußballturnier im Leben meines Fünfjährigen statt. Ich muss annehmen, dass seine Mannschaft eine Klatsche kriegt - die Teams aus den ländlichen Landkreis sind historisch stark, die Teams aus der Stadt haben einen größeren Pool an Spieler, wir Vorstädter haben es schwer. Schon rein rechnerisch sind acht Mannschaften am Start, die Wahrscheinlichkeit, dass wir nicht in der Vorrunde rausfliegen ist 1:3.

Es wird also ein Rückschlag. Wenn ich mir vor Augen führe, wie sehr sich mein Fußballstar in den letzten Monaten in die Vorbereitung hinein gesteigert hat, dann schwant mir Schlimmes. Wie soll ich damit umgehen? Einfach mal da zu sein, und dabei gewesen zu sein - schon klar. Aber wie weiter?