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Es werden Posts vom Februar, 2010 angezeigt.

Please Mister Postman.

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Ich wusste, dass mir ein Drama ins Haus steht, als meine Frau ihre Flüsterstimme verwendete. „Ich habe ihm gesagt sie ist in der Tüte. Aber das stimmt nicht.“
Mein kleiner Brainbug stand indessen mit großen Augen vor mir im Flur, die Wintermütze noch auf dem Kopf, und wunderte sich. Er hatte gerade nach seiner Plüschkatze gefragt, doch wie mir nun klar wurde, hatten wir sie bei den Bekannten vergessen, die wir besucht hatten.
80 Kilometer weit weg.
Und unser Kind hat seit seiner Geburt keine Nacht ohne seine Kitti geschlafen.


Das gibt Ärger.
Zum Glück hatte ich ihm erst in der Woche davor gestanden, dass eines seiner zahllosen Plüschtiere damals „mein“ Bettgeh-Freund war, als ich noch klein war. Hat ihn tief beeindruckt. Mir hat es jetzt den Hals gerettet. Wir konnten Brainbug erklären, dass Kitti noch bei seinem Freund Hannes bleibt, dass sie bald nachkommt, und dass er bis dahin mit „meinem“ Hundi schlafen darf. Das fand mein Sohn akzeptabel, und ist ohne große Schwierigkeiten ins Bett g…

Sankta Oma

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Manchmal blogge ich schneller als der News-Cycle. Vor sechs Tagen habe ich mir ein paar Gedanken zu Studien zum (Über-)Gewicht von Kindern gemacht, und nun berichten die Medien (SZ und BBC, als Auswahl) über eine Studie der University of London. Kinder, vor allem solche von gebildeten Eltern, haben ein größeres Risiko zu Übergewicht, wenn sie teilweise oder, noch schlimmer, ganztags von den Großeltern betreut werden. Die Ursachen dafür wurden nicht erforscht, aber Forscher wie Medien ergehen sich in zahlreichen Spekulationen: Opas&Omas stammen aus einer Generation, die hungern musste, und wo Süßigkeiten als Belohung mehr Wert haben. Opas&Omas lassen die Kinder mehr Fernsehen. Opas&Omas ertragen das Quengeln nicht so gut. Und so fort.
Das ist nicht die Venus von Willendorf, das ist ihre Enkelin. Foto: Matthias Kabel

Da sitz ich also mit der Story von dem Kürbiskopf-Neffen in Australien, 13.000 Kilometer weg von den Großeltern und kugelrund. Saublöd gelaufen. Vielleicht kann i…

Studien zum Gewicht von Kindern

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Ich habe eine Cousin in Down Under, der hat einen Sohn, der ist so fett; wenn er hierher zu Besuch kommt droht die Erdachse zu kippen. Auf Fotos sieht der Kopf vom Schrat aus wie ein Kürbis mit aufgemaltem Gesicht.

Nein, das ist er nicht. Das ist: John Phillip Price age 15mo @ HMB Pumkin Festival another shot also seen world wide from a API photographer; Author MyName (MishaA)

Ich sag euch was: das ist völlig OK so mit dem Kind vom fünften Kontinent. Sein Vater ist medizinisch bewandert, der weiß was er tut. Der Kleine ist außerdem noch nicht einmal zwei Jahre alt, und ich bin der Meinung dass man sich um das Gewicht seines Kindes in dem Alter nur Sorgen machen sollte, wenn es extrem niedrig ist.

Oder habe ich Unrecht? Mir sind in letzter Zeit einige Studien und Artikel untergekommen, die mich nachdenklich machen. Erstmal vornweg: Australien ist auf der Rangliste der fettesten Nationen auf Platz 2 (Platz 1? Müsst Ihr fragen?) Es ist also legitim zu fragen, ob die Gesellschaft dort nich…

Mein nächtliches Kopfkino wird von einem absolut albernen Regisseur veranstaltet.

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Vor gut zwei Wochen habe ich eine Übersicht der Tipps und Strategien zusammengestellt, um mit der infantilen Bettflucht meines kleinen Brainbug umzugehen. Fünf Uhr ist halt einfach doch zu krass.

Heute hat es zum ersten Mal hingehauen. Viertel nach sieben, das Kind wird von meinem Wecker aus dem Schlummer geholt. Hallelujah!
Leider muss ich davon ausgehen, dass dieser Glücksfall ein statistischer Ausreißer war, verursacht durch eine Geburtstagsfeier am Sonnatg, das Übernachten bei Freunden am Abend davor, eine leichte Erkältung und das Wissen, dass heute eh nur der Gang zur KiTa winkt, nicht ein spaßiges Bücherlesen mit Mama oder Papa. Dennoch, ich war froh und ausgeschlafen, als ich Brainbug seine Milchflasche gegeben habe.

Und dann ist mir eingefallen, was ich davor geträumt hatte, und ich musste schmunzeln: ich war in einer Stadt, die am Rande einer zombieverseuchten Zone lag. Jede Minute konnte die große Invasion kommen. Die einzige Waffe gegen die kreischenden Ungeheuer war... Milch…