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Es werden Posts vom Februar, 2011 angezeigt.

Die USA kämpfen gegen dicke Kinder

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...oder vielmehr, kämpfen für weniger Dicke unter den Kindern. Michelle Obama hat sich der Initiative "Let's move" angenommen, die durch verbesserte Schulmahlzeiten und Aufklärung über gesunde Lebensweise dazu beitragen soll, dass der Anteil von 17 Prozent übergewichtiger Kinder gesenkt wird.Food Fight! von Kevin N. Murphy
Die USA sind ein debattierfreudiges und leidenschaftliches Land, und so ist dieses idiotensichere Thema ein echtes Politikum. Die Rechte warnt vor staatlicher Bevormundung und hält den liberalen Standard hoch, das der Staat kein Mandat hat, den Leuten ins Essen oder die Erziehung reinzureden. Die Linke führt die gewohnten Argumente ins Feld, die Einsparungen im Gesundheitswesen etwa.
Auf der Suche nach alternativen Strategien zum hehren Ziel der Übergewichtsreduzierung hatte das Magazin Slate im Frühjahr 2011 eine Social Media Initiative ins Leben gerufen, in der neue und alte Ideen eingebracht und bewertet werden sollen, wie man dem Problemfeld entgegen…

Förderung und Überforderung

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Die Eltern in den USA sind ein bisschen verunsichert. Eine von ihnen, Amy Chua, hat ihnen um die Ohren gehauen, dass US-Kinder ihre Zeit verplempern und deswegen schulisch schwach sind (wie die aktuelle PISA-Mathestudie belegt - USA Platz 35, Deutschland Platz 23, Shanghai Platz 1). Ihre Diagnose: die Eltern machen zu wenig Druck. Chinesische Eltern (Chua ist US-Amerikanierin mit Migartionshintergrund und derzeit Rechtprofessorin in Yale) machen das besser.
(Übrigens: Die USA fürchten sich also vor zu schlauen Einwanderern? Unser Thilo S. würde sich wundern.)
Wer sagt Mathe sei nicht kindgerecht? Die schlauste Rutsche Deutschlands in der TU München, Maschinenbaufakultät Garching. Bild: digital cat auf flickr

Frau Chua hat seit ihrem Buch "Battle Hymn of the Tiger Mother" ein bisschen zurück gerudert und meint mittlerweile in Interviews, dass sie die strengen Methoden, mit denen sie ihre beiden Töchter erzogen hat (beide sind jetzt Teenager) selber nicht mehr ganz so ernst nim…

"Wir haben Scharlach" - aber der Kiga ist nicht schuld

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Die Pinnwand im KiGa ist jeden morgen spannend. Mal hängen Papa-Kind-Camping-Angebote da, mal Einkaufslisten ("Wer bringt was für die Quiche Lorraine zur Frankreichwoche?"), mal Steckbriefe neuer KiGärntnerinnen. Doch die wichtigste - und erschreckendste Nachricht - hängt gleich an der EIngangstür, auf eines großes Blatt Papier mit rotem Edding geschrieben: "Wir haben [Name der Krankheit/des Parasiten] in der Einrichtung".

Bisher habe ich mit Bangen darauf gewartet, dass dieser Hiobsbotschaft die unangenehmen Konsequenzen folgen: erst durchwachte Nächte mit fiebrigem Kind, dann selber flachliegen. Es hat mich auch dazu gebracht, meine Eltern nach der Liste der Kinderkrankheiten zu fragen, die ich schon "durch" habe. Windpocken: check. Scharlach: ungewiss. Gürtelrose: check.

Oder aber der KiGa wird geschlossen und wir müssen uns eine Woche lang nach Vertretung für die Betreuung umschauen. Ganz toll. Ich hab eigentlich besseres mit meinem Jahresurlaub vor. Ab…