Test und Spielbericht: Villa Carton City Blocks

Ich hab kein Problem damit, wenn Firmen Blogger ihre Produkte zum Testen zukommen lassen (wie in diesem Fall). So was kann nach hinten losgehen (nicht diesmal, soviel gleich vorweg), und der Blogger wird auch nicht unbotmäßig reich (hier geht es um 17 Euro). Für die Leser ist es manchmal auch hilfreich - eine Geschenkidee, ein Tipp für den Videoabend, eine Einschätzung zum nächsten Baby-Zubehör, dass gekauft werden muss.

Villa Carton waren so nett, mit ein Paket ihrer City Blocks zukommen zu lassen. Die Firma stellt Bastel/Spielsets aus Karton her, von der Spielburg bis zum Puzzle. Ich hatte als Kind selber ein ähnliches Karton-Schiff, was ewig gehalten hat (auch weil ich mich nie davon trennen wollte). Bei den City Blocks handelt es sich um den Bausatz für drei Häuser plus Dächer, etwa kniehoch und immerhin so stabil, dass die Katze sich drauf setzen kann (selber habe ich mich nicht getraut...). Sie sind bemalbar, und das ist zumindest am Anfang der größte Spielfaktor. Die Tester waren diverse Nachbars- und Eigenbau-Kinder zwischen 4 und 7 Jahren.



Die Verpackung
Es war ein recht großer Umschlag, den uns der Kurier brachte. Musste er auch sein: die Bausätze hatten zwar gewalzte Faltlinien, alle Bastelarbeit war aber noch zu machen: groß und flach lagen die vier Dächer und drei Häuser vor uns. Aufgedruckt auf den weißen Karton waren Fenster, Türen, Krankenwagen und Verkehrsschilder.

Die Bausätze, noch platt
Meine kleinen Tester schnappten sich je ein Bauteil und versuchten sich daran, die Häuser zu bauen. Das klappte nicht - in verschiedenen Stadien der Hilflosigkeit scheiterten die Kleinen an der Steck- und Faltmethode (die übrigens ohne Kleber oder Reißzwecken auskommt.) Ich war nicht überrascht davon: so ganz selbsterklärend ist die Methode nicht. Muss sie aber sein, denn eine Anleitung lag nicht bei und ist auch online nicht zu finden. Weiter unten deswegen ein paar Bilder zur Erklärung, denn auch für einen Erwachsenen ist das vielleicht nicht auf den ersten Blick klar.

Trotzdem dauerte es keine fünf Minuten, den Straßenzug aus Karton fertig zu stellen.
Fertig gefaltet
Als erfahrener Papa habe ich dann die wasserabweisende Mal-Tischdecke auf dem Boden ausgebreitet und Wassermalfarben geholt. Mit einem halben Dutzend Pinsel bewaffnet fiel meine kleine Horde dann über Krankenhaus und Feuerwehrstation her (es gibt auch andere City Blocks, aber diese sind die coolsten). Dabei waren die Größe der Bauteile ein Vorteil, ebenso wie die Tatsache, dass sie frei kombinierbar sind: so konnte sich jede/r ein eigenes Bauteil schnappen und es gab keinen Streit. Über eine Stunde später, als die Nachbars-Eltern zum abholen kamen, waren wir noch lange nicht fertig. Auch eine zweite Sitzung (diesmal mit Dispersionsfarben, was genau so gut geht) brachte uns nur ungefähr zu einem halbfertigen Ergebnis.


Die Fensterbretter sind nichts
für Grobmotoriker. Für die gibt's
ja auch noch die Dächer...
Ein Fazit erlaube ich mir trotzdem schon: die City Blocks sind ein gutes Geschenk, wenn man nebenher die Kinder einen Nachmittag oder ein Wochenende lang beschäftigen will (wofür es natürlich auch noch iPads und DVDs gibt, die zwar weniger Flecken machen, aber einem auch nicht das Gefühl geben, den Kleenen was Gutes zu tun). Der Spaßfaktor ist nicht zu unterschätzen - unsere Rasselbande ist da ein bisschen verwöhnt, brauchte aber keinerlei externe Motivation, um loszulegen. Sie blieben auch bei der Sache, sogar die etwas quirligen Jungs. 

Ich frage mich ein bisschen, wie die größeren Karton-Spielzeuge sich hiervon unterscheiden: ich habe das Gefühl, dass der Bastel/Anmalfaktor bei den City Blocks hoch ist, der langanhaltende Spielfaktor nicht so sehr. Ganz anders bei der begehbaren Ritterburg oder dem Karton-Haus. Das Anmalen dürfte nicht so spannend sein, dafür lässt sich mit dem fertigen Produkt wahrscheinlich monatelang spielen (oder Jahre? Naja, unterschätzen wir mal nicht die destruktive Kraft der Kreativität unserer Kinder.) Aber für das verregnete Wochenende sind sowohl die kleinen als die großen Kartonspielzeuge gut geeignet. Durchaus denkbar also, dass ich vor dem nächsten großen Familientreffen ein zahlender Kunde von Villa Carton werde, damit ich mir in Ruhe die Geschichten von Onkel Alois anhören kann. 

Anhang - Basteltipps: so soll es aussehen:

So steckt man die Laschen für die Dächer.
Oben der pinke Ring eines flinkfingerigen Helfers
So steckt man den Boden - Schritt 1

Schritt 2 des Bodensteckens.

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