So, Schluss aus Ende. Der Ernst des Lebens (EdL) beginnt. Ab September ist der Spaß vorbei, nix mehr mit Krippen-Eiapopeia. Die harte Schule des... nein, der harte Kindergarten des Lebens beginnt.
Jupp, mein Brainbug hat die Krabbelgruppe hinter sich gelassen (weit, weit hinter sich, mein Kind ist ja soooo schlau) und tritt jetzt in die Staatlich Bayerische Erziehungmühle ein. Das hat ihn erst noch fasziniert - er war Feuer und Flamme bei der Besichtigung, weiß ganz genau wer von seinen Freunden in welche Gruppe kommt und so - aber die letzten paar Tage haben ihn mitgenommen. Morgens knatschig, abends aufgekratzt. Süß. Mein Kind hat Stress. Zum ersten Mal. Willkommen im Club.
Als ich in die Grundschule kam, musste sich mein Vater (so hat er mir gestanden) nicht nur eine Träne aus dem Augenwinkel tupfen. Jetzt isser weg, der Kleene. (Eine Anmerkung: ob er noch immer so gedacht hat als ich mit 26 immer noch unter seinem Dach gehaust habe?) Mir selber ging es heute nicht mal annähernd so - ich hatte viel zu viel damit zu tun, Mama zu dirigieren (die dann doch Nerven gezeigt hat).
Witzigerweise fällt Brainbugs erster Tag im EdL mit meinem ersten Tag bei der neuen Firma zusammen. Ich bin auch sehr positiv begeistert. Aber auch nervös. Man weiß ja nie, was einen erwartet. Ängstlich sogar: wenn ich da einen Bock schieße, kann ich meinen Sohn ab Weihnachten persönlich vom Kindergarten abholen, in meiner Branche geht das schnell mit der Kündigung, und quälend langsam mit dem Finden der nächsten Stelle.
Aber so was wollen wir doch nicht denken, wie? Brainbug wird den Kindergarten rocken, wie er die Krippe gerockt hat, ich habe sicher in der neuen Stelle so viel Erfolg wie in der anderen, und zum nächsten Sommerfest werden Vater und Sohn wieder zwei unbeschwerte Alberköpfe aus einem Holz sein.
So, und zum Abschluss müsst ihr euch das hier nun wirklich anhören. Alt isses, und es hat zu Recht die Zeiten überdauert:
Ein junger Vater denkt darüber nach, wer jetzt das Kind im Haus sein darf - und wie man als Mann mit den Veränderungen umgeht, die ein Baby mit sich bringt: sozial, finanziell, psychologisch, physisch, phyrigisch, dorisch, myxolydisch - nein, Moment, dass sind musikalische Fachbegriffe. Aber warum auch nicht? Wer glaubt, dass Kinder irgendeinen Teil des Lebens unangetastet lassen, der hat sich geschnitten. Also auch die Musik. Wieviel dB darf man noch rocken, wenn das Baby schläft?
Freitag, 6. August 2010
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