Die Rote oder die Blaue Pille für das Kind?

Morgens um halb sieben in Deutschland. Ich bin schon auf vollen Touren. Ein wichtiges Meeting in der Arbeit steht an, Kundengespräche, tonnenweise Arbeit. Aber mein Schrat trödelt. Mehr noch: er klagt. Seine Augen sind glasig und entpuppen sich beim zweiten Blick als verklebt. Hand auf seine Stirn - heiß.
Oh verflixt.
Ein krankes Kind kann man nicht in den Kindergarten (oder die Krippe) geben. Aber vielleicht ist es ja nicht so schlimm. Vielleicht ist das nur schlechte Laune plus Schlaf in den Augen, und meine Hand ist kalt weil mein eigener Kreislauf... vielleicht.
Wo ist das Thermometer? Oh sch****, Batterie alle. Aber gleich daneben liegt die angebrochene Packung Ibuprofen von der letzten Grippe. Ein Blick auf die Uhr. Die Zeit drängt. Ich muss in die Arbeit. Was tun? Der Griff zum Medikament liegt nahe. Mein Schrat ist hart in Nehmen. Der wird schon, ganz von selber. Und er kann in den KiGa, ich kann in die Arbeit, heute abend mache ich ihm ein warmes Bad und eine heiße Schokolade als Kur, und morgen ist alles gut.

Ich kann Eltern schon verstehen, die so denken. Ich selber muss es -zum Glück- nicht. Wenn Brainbug krank ist, springt seine Oma oder sein Opa ein, kurzfristig und ganztags, wenn nötig. Und ja, ich weiß was das für ein Segen ist. Andere haben den nicht, und können vielleicht kaum anders, als ein bisschen zu schummeln, wenn es um die "keine kranken Kinder im KiGa"-Regel geht. Hört man zumindest immer wieder, dass es das gibt.

Oder doch nicht? Ist das ein Gerücht, eine Urban Legend, oder kommt es wirklich vor? Mich würden eure Erfahrungen interessieren, weswegen ich euch bitten würde, an diesen drei (!) Umfragen mitzumachen. Für Kommentare ist übrigens weiter unten auch Platz, wenn ihr wollt.
Bild: Ibuprofen-Modell von Ben Mills








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