Inka - Könige der Anden im Lokschuppen Rosenheim


Hand aufs Herz: Wer weiß aus dem Stegreif wer die Inkas waren? Die mit den Pyradmiden, oder die mit der gefiederten Schlangengottheit? Beides falsch. Das waren Azteken und Maya. Zeit für einen Besuch in Rosenheim, wo bis Ende 2014 eine großartige Ausstellung einen Einblick in diese Hochkultur Südamerikas gibt. Am Rande: das sind die mit den Lamas.

Das Museum im Lokschuppen hatte mich letztes Jahr mit der Alexander-Ausstellung begeistert. "Inka" ist nach dem gleichen kinderfreundlichen Konzept aufgebaut: die sehenswerten Exponate mit tiefergehenden Erklärungen werden parallel von einer kinderfreundlichen Rätsel-, Spiel- und Sportreise begleitet. Das ist kein unübliches Modell in Museen, aber der Lokschuppen setzt es perfekt um.

Selbst als Geschichts-Fan (und ehemaliger Student) hat mir der kurze Trip in die Ausstellung geholfen, erhebliche Wissenlücken zu schließen. Kurz war er, weil meine EInjährige noch nicht lange museumstauglich bleibt. Eine Stunde muss mir also reichen. Mein großer war mit seinen 6 Jahren noch nicht ganz in dem idealen Alter, die Ausstellung zu genießen: das Lesen fällt ihm noch schwer, fast alles Spannende muss man sich aber zumindest teilweise erlesen. Die etwas gruslige Passage, die sich mit der Spanischen Eroberung befasst (ein Schild warnt "hier wird es laut und heftig") war dagegen kein Problem. Für Zartbesaitete wäre es vielleicht eine Stelle gewesen, wo man schnell durchhuschen muss.




Hellauf begeistert war er immer dann, wenn ich ihm eine der Geschichten erzählen konnte, die sich aus der Ausstellung ergeben. Die Königsmumie (eine recht lebensechte Nachbildung, die er aber als solche erkannte) hat ihn auch beeindruckt. Der Parcours im Hintergarten, an dem sich die jungen Inka-Expeditions-Teilnehmer Punkte erturnen mussten, um den Titel eines "Prächtigen Pumas", "Kraftvollen Kondors" oder "Mutiges Meerschweinchen" zu erreichen war natürlich eine wichtige, ausgedehnte Spiel- und Snackpause. Dass die Spiele die gleichen waren wie zu "Alexander" hat keinen gestört. Warum Gutes verändern?

Für einen Tagesausflug oder Zwischenstop auf dem Weg in den Süden ist Rosenheim auch 2014 wieder ein gutes Ziel, vor allem für Leute wie mich, die im Vorfeld noch verwirrt waren über Pyramiden, Lamas und Schlangengötter. Ideal ist die Ausstellung vielleicht für Kinder um die 10 Jahre - aber mit erzählfreudigem Papa kann man diese Einschränkung auch ignorieren.

Ein Filmtipp zur Vorbereitung ist der witzige "Ein Königreich für ein Lama". Sicherlich nicht sehr bildungsfördernd, aber er könnte (abgesehen davon dass es ein verkanntes Juwel der Disney-Filme ist) das Interesse an den Inka wecken.

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