Senioren-Union in Nordrhein-Westfalen).

Als ich diese Anekdote heute im Gespräch mit einer jungen Mutter erwähnte, berichtete sie mir von ähnlichen Fällen. (Männliche) Senioren, die Kinderchaos sehr belastend finden.

Ist das ein Zufall, oder gibt es einen tieferen Grund für diese Beobachtungen? Mir fallen zwei mögliche Erklärungen ein:

a) Opas haben in "ihrer Zeit" (also den 50ern oder so) noch nicht so viel mit Kindern zu tun gehabt. Das war damals Frauensache. Deswegen sind sie weniger gut darauf eingestellt.
b) Ältere Menschen sind schneller Opfer einer Reizüberflutung.

Für beide Punkte spricht einiges. a) ist höchstwahrscheinlich auch bei dem hier erwähnten Opa der Fall. Damals hat er nicht die geistigen Filter entwickelt, die man braucht, um die Übersicht und die Nerven angesichts eines Bose-Einstein-Kindensats zu bewahren. Je älter man wird, desto schwierigegr wird es aber, Neues zu lernen. b) scheint aber auch nicht von der Hand zu weisen. Senioren sind von Lärm stärker beeinflusst, was etwa die Gedächtnisleistung angeht. Auch hier könnte es ein Effekt der pysiologischen Veränderungen im Alter sein - einerseits das schlechtere Gehör, dass Probleme bereitet, bei Lärm noch irgendwas vom Gespräch am Tisch mit zu bekommen. Andererseits die kognitive Anstrengung, die Lärmwahrnehmungen von den relvanten zu unterscheiden (was dann auch die Sache mit der verminderten Gedächtnisleistung erklärt). Das würde auch erklären, warum so viele Klagen über Lärm von älteren Menschen kommen. Sie sind nicht streitlustig und haben zu viel Zeit, sondern haben einfach größere Probleme mit Lärm. Sich über den klischeehaften Meckersenior lustig zu machen wäre dann so, wie wenn man über die Probleme eines Rollifahrers mit Treppen lacht.

Das soll beileibe nicht heißen, dass ich die jüngsten Änderungen am