Ein Vater. Keine Kinder.

Mir gehts nicht gut heute. Den Kleinen auch nicht - die Prinzessin hatte eine schlechte Nacht, der ABC-Schütze ist furchtbar emotional. Es ist die Aufregung vor dem großen Urlaub. In der Krippe erzählt die Pinke Fetischistin davon, dass sie schwimmen wird, wie ein Fisch, dabei nicht weinen. Und erklärt, wer alles mitkommt. "Papa nicht. Papa Arbeit." Womit sie Recht hat - leider, denn obwohl das Reiseziel mich kalt lässt kann ich nicht glauben, das ich die freien Tage genießen werde. Was zum Teufel ist da nur schief gelaufen?
Es war doch mal so, dass ich jede freie Minute geliebt habe. Zeit für Partys, Ausflüge, Kinos, Freunde. Die nächsten Wochen versprechen da ein paar echte Knaller, Junggesellenabschiede, Sommerabende, Geburtstage. Nur kann ich mich darauf freuen. Ich habe zu viel Sehnsucht.

Das konnte ich vor sieben Jahren meinem Bruder auch nicht glauben, als er mir erzählte wie er und seine Frau im ersten Urlaub ohne Kind gelitten haben. Eine Strandbar in Griechenland, süßes Nichtstun, und dann die langen Gesichter? Absurd.

Nun, nicht so absurd. Es ist eine Erinnerung daran, wie sehr Kinder einen verändern. Ich bin nur froh, dass ich das Büro habe, um mich abzulenken. Vielleicht mach ich sogar ein paar Überstunden. Oder hole etwas nach, was ich mir seit 83 Monaten vornehme:
Ausschlafen. Vielleicht träume ich ja von pinker Dreckwäsche und klebrigen Schokofingern.

Foto von lilivanili

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