Sitzt ein Roboter im Klassenzimmer...

Die CeBIT ist eine spannende Messe. Alles blinkt und leuchtet. Viele schlaue Leute zeigen großartige Ideen (und ein paar sehr langweilige auch). Und irgendwo in der Tüflerhalle code n sitz ein kleiner Roboter, spricht kein Deutsch und nur schlechtes Englisch und wartet auf seinen ersten Schultag. Ich auch.
Der Aisoy Roboter auf der CeBIT

Der Aisoy ist kein Spielzeug, jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinn. Er ist der Versuch von Geeks und Nerds, ein Spielzeug zu basteln, dass Kindern das Programmieren nahe bringt. Denn vergleichsweise günstig - rund 300 Euro für den etwas gewöhnungsbedürftigen Roboter - können Kinder mit einfachen, Point-und-Klick-basierten Programmiersprachen - lernen wie man einen Roboter steuert.

In Spanien durfte Aisoy schon in die Schule gehen, und war dort Hauptdarsteller eines Theaterstücks: Die Klassen hatten die Aufgabe, eine Aufführung mit den kleinen Darstellern zu veranstalten. Vom Schreiben des Drehbuchs über die Ausstattung, Regie, Programmierung, Licht... die ganze Show eben. Dass sie dabei Programmieren lernten war eher eine Nebensache. Ich finde den integrierten Ansatz intelligent. Denn der Computer ist Teil des Lebens unserer Kinder, keine eigenständige Disziplin mehr.
Natürlich werde ich Opa sein bevor unser Schulsystem so ein Angebot möglich macht. Also spiele ich mit dem Gedanken, das selber zu machen. Vielleicht bin ich sogar so nett und frage den Elternbeirat, und wir machen ein außerschulisches Förderprojekt daraus. Aber dann fände ich müssen noch andere Aufgaben her: Fußball-Turniere, Fangen Spielen und Verstecken sollten Aufgaben sein, die die kleinen Aisoys bewältigen können.

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