Es gibt Tage wo ich nicht in die Arbeit will. Manchmal wünsche ich mir es gäbe einen Grund nicht zu gehen. Allerdings nicht, dass ich krank wäre - das ist doch ziemlich viel schlimmer, finde ich.
Aber mein Brainbug hat mich heute Nacht geschockt: er schlich sich aufs Klo und antwortete dann auf die Frage, was er da denn mache (nicht viel nämlich): "Ich warte bis ich spucken muss, damit ich nicht in den Kindergarten gehen muss."
Hintergrund ist eine leichte Grippe, die ihn Anfang der Woche erwischt hat. Er hat mir einmal das Bett vollgekotzt, aber am nächsten Abend war er schon wieder putzmunter. Trotzdem haben wir ihn drei Tage lang nicht in den KiGa geschickt (zum Glück haben wir die Möglichkeit).
War das zu lang? Hat er die Zeit als Urlaub genossen, und die leichte Krankheit als das kleinere Übel begriffen? Oder ist das ein Zeichen, das ernsthaft was im Argen liegt - dass der KiGa grad ein echtes Problem für den Schrat darstellt?
Wie sind Eure Erfahrungen? Wie sehr sollte man auf so was eingehen? Mal mit den KiGärtnerinnern reden ist sicher nicht verkehrt. Aber sonst?
Gibt es vielleicht sogar Tricks, die helfen? Ich bin für Ideen dankbar.
Ein junger Vater denkt darüber nach, wer jetzt das Kind im Haus sein darf - und wie man als Mann mit den Veränderungen umgeht, die ein Baby mit sich bringt: sozial, finanziell, psychologisch, physisch, phyrigisch, dorisch, myxolydisch - nein, Moment, dass sind musikalische Fachbegriffe. Aber warum auch nicht? Wer glaubt, dass Kinder irgendeinen Teil des Lebens unangetastet lassen, der hat sich geschnitten. Also auch die Musik. Wieviel dB darf man noch rocken, wenn das Baby schläft?
Freitag, 11. März 2011
Lieber krank als KiGa
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